Gartenhaus kesseldruckimprägniert

W

ird das Holz für ein Gartenhaus kesseldruckimprägniert, erhöht sich die Lebensdauer des Objektes.

Direkt nach der Anschaffung erstrahlt ein Gartenhaus noch in seiner vollen Pracht. Leider bleibt das nicht so. Der Zahn der Zeit nagt auch an einem Gartenhaus.

Selbst wenn das Blockbohlenhaus eine Wandstärke von 28 mm und mehr besitzt, zeigt es spätestens nach 10 Jahren nicht nur Gebrauchsspuren, sondern Abnutzungserscheinungen aufgrund äußerer Einwirkungen.

„Gartenhaus kesseldruckimprägniert“ weist auf eine Behandlung gegen Umwelteinflüsse und Organismen hin

Blockbohlenhaus im Aufbau befindlichDer natürliche Stoffkreislauf sieht vor, dass sich nicht mehr lebende, organische Materialien auflösen, damit aus ihren wieder anorganische Stoffe, z.B. Kohlenstoffdioxid oder Nitrat, entstehen. An diesem Prozess sind sowohl Tiere als auch Bakterien und Pilze beteiligt.

Das für ein Blockbohlenhaus verwendete Holz ist nichts anderes als ein toter, organischer Stoff, der sich mit den Jahren zersetzt, ähnlich wie das Laub oder herabgefallene Äste im Wald.

Um diesen Abbauvorgang zu verzögern, wird das Holz für ein Gartenhaus kesseldruckimprägniert. Das Gleiche gilt für einen Gartenpavillon, einen Carport oder andere Objekte für den Außenbereich.

Welche natürlichen Einflüsse fügen dem Gartenhaus Schaden zu?

  • Kommen Holzbauteile mit Regen und Schnee in Kontakt, sickert das Wasser in das Holz ein und bewirkt ein Aufquellen der Holzfasern. Auf imprägnierten Flächen wird die Kapillarkraft des Holzes unterbunden, damit Wasser rasch abperlt und nicht ins Holz eindringt. Feuchtes Holz bietet darüber hinaus ideale Lebensräume für Pilze und Insekten.
  • Die UV-Strahlen der Sonne führen zu einer Vergrauung der Holzoberfläche.
  • Direkte Berührung mit nassem Erdreich hat Fäulnisbildung zur Folge.
  • In geschlagenem Holz mit einer Mindestfeuchte von 15% tummelt sich gerne der Holzwurm. Die Larven des Gemeinen Nagekäfers fressen sich durch unbehandelte Balken und Bretter. Im Reich der Insekten gibt es noch mehr Arten, die Hölzer schädigen.
  • Nass gewordenes Holz erfüllt die Ansprüche von Moderfäulepilzen. Diese Organismen zersetzen das Holz mit Enzymen. Holzpilze sind anfangs nicht zu erkennen. Im fortgeschrittenen Stadium dringen sie bis zum Holzkern vor.
  • Bläuliche bzw. graublaue Verfärbungen resultieren von Bläuepilzen, die lediglich die Oberfläche befallen. Auch wenn keine Zerstörung des Holzes stattfindet, entsteht am Blockbohlenhaus oder am Gartenpavillon eine starke optische Beeinträchtigung.
  • Holz kann zudem von Bakterien angegriffen werden.

Was genau bedeutet kesseldruckimprägniert?

Tropische Harthölzer sind von Natur aus mit einer hohen Resistenz gegen Umwelteinflüsse ausgestattet. Das Holz unserer heimischen Fichten und Kiefern kann der Witterung weniger gut trotzen.

Um dennoch eine hohe Widerstandskraft zu erreichen, erhalten Bauteile für den Außenbereich eine Spezialbehandlung. Die Kesseldruckimprägnierung geschieht im Vakuum-Druckverfahren.

Das Holz für den Gartenpavillon oder das Blockbohlenhaus kommt in eine dicht verschlossene Anlage, in der ein Vakuum erzeugt wird, damit die Feuchtigkeit komplett aus dem Holz tritt. Im Anschluss daran erfolgt die Druckphase. Die nun im Kessel befindlichen Holzschutzsalze werden mit hohem Druck in das Splintgewebe des Holzes gepresst. Hierbei werden – anders als bei einem Gartenhaus Anstrich – idealerweise die Holzteile durch und durch mit Holzschutzmitteln getränkt.

Idealerweise handelt es sich um Holzschutzmittel mit Prüfzeichen, die hinsichtlich einer gesundheitlichen Unbedenklichkeit geprüft und für gut bewertet wurden.

Ist jedes im Handel angebotene Gartenhaus kesseldruckimprägniert?

In vielen Fällen handelt es sich tatsächlich gegen äußere Einflüsse behandelte Objekte. Selbst polnische Produkte sind für gewöhnlich mit einer Imprägnierung versehen.

Die Firma Wollf Finnhaus, die auf naturbelassene Materialien setzt, verwendet für die Unterkonstruktion haltbar gemachte Lagerhölzer, wie etwa für das Gartenhaus 8 eckig in Pavillonform mit einer Wandstärke von 45 mm.

Sind Gartenhäuser nicht mit Schutzmitteln eingelassen, empfehlen die Hersteller nachträglich vom Käufer durchgeführte Initiativen.

Maßnahmen, die eine lange Haltbarkeit sichern

Je dicker die Bretter, desto widerstandsfähiger das Gartenhaus. Es sollte deshalb auf eine Wandstärke von mindestens 28 mm geachtet werden.

Vom Produzenten vorgenommene Imprägnierungen sorgen für Schutz, aber nicht auf Dauer. Holz benötigt langfristig Pflege, damit es viele Jahre schön bleibt. Das Grauwerden der Holzoberflächen lässt sich mit einer Farbauffrischung verhindern.

Behandlungen mit Pflegeölen erhalten die natürliche Holzfarbe. Eine höhere Farbintensität besitzen Lasuren, die es in verschiedenen Farbnuancen gibt. Ansonsten sollte ein Blockbohlenhaus oder ein Gartenpavillon von Zeit zu Zeit neu mit einem Holzschutzmittel eingelassen werden.

Eine Alternative, die keiner Holzpflege bedarf: Wartungsfreie Produkte für den Garten bietet Biohort an. Das österreichische Unternehmen vertreibt Garten- und Gerätehäuser aus feuerverzinktem Stahlblech. Biohort gewährt eine 20-jährige Garantie gegen Korrosion.

In aller Kürze:

Ein im Handel angebotenes Gartenhaus mit Kesseldruckimprägnierung verfügt bereits über einen Schutz gegen Witterungseinflüsse, Insekten, Pilze und Bakterien.